Hauptmenü:
- 1 Startseite
- 2 alle Themen A-Z
- 3 Ministerium / Minister
- 4 Schwerpunkte
- 4.2 Berufe
- 4.3 Drogen / Sucht
- 4.4 Ernährung
- 4.5 E-Health
- 4.6 Gentechnik
- 4.7 Gesundheitssystem / Qualitätssicherung
- 4.8 Kinder- und Jugendgesundheit
- 4.9 Krankenanstalten
- 4.10 Krankheiten
- 4.11 Medizin
- 4.12 Prävention
- 4.12.1 Berichte
- 4.12.2 Eltern und Kind
- [4.12.3 Frauengesundheit ]
- 4.12.4 Hitze - und Sonnenschutz
- 4.12.5 Impfen
- 4.12.6 Migrantinnen / Migranten
- 4.12.7 Netzwerke Gesundheitsförderung
- 4.12.8 Schulgesundheit
- 4.12.9 Seniorinnen / Senioren
- 4.12.10 Strahlenschutz
- 4.12.11 Umweltmedizin
- 4.12.12 Zahngesundheit
- 4.13 Reiseinformationen
- 4.14 Tiergesundheit
- 4.15 VerbraucherInnengesundheit
- 5 Presse
- 6 Service
Hauptinhalt:
Brustkrebsfrüherkennung – "Mammographie-Screening Austria"
Jährlich gibt es 4.600 Brustkrebs-Neuerkrankungen in Österreich. Es ist damit das häufigste Karzinom bei Frauen. Mit dem von Bundesminister Stöger in Auftrag gegebenen nationalen Programm zur Früherkennung von Brustkrebs soll Brustkrebs früher entdeckt und somit die Sterblichkeit deutlich gesenkt werden. Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Durch richtige und rasche Diagnose wird aber auch die Lebensqualität von Erkrankten massiv verbessert, da schneller mit der passenden Therapie begonnen werden kann.
Das neue Screening Programm soll mehr Frauen als bisher eine qualitätsgesicherte Vorsorgeuntersuchung ermöglichen. Die bisher bestehenden kurativen und präventiven Mammographien werden ergänzt, qualitativ verbessert und evidenzbasiert erweitert. Es ist daher ein Zusatzangebot, das nicht mit der diagnostischen Abklärung verwechselt werden darf. Zurzeit wird an der Umsetzung des Programms unter Beteiligung von Bund, Ländern, Sozialversicherungen und der Ärzteschaft gearbeitet. Pilotprojekte wurden im Burgenland, Salzburg, Vorarlberg, Wien und ein Vergleichsprojekt in Tirol gestartet.
Das geplante Brustkrebsfrüherkennungs-Programm sieht vor, dass alle Frauen in der Hochrisiko-Altersgruppe zwischen 45 und 70 (in dieser Altersklasse gehen zu wenige Frauen zur Brutkrebsvorsorgeuntersuchung) einen Einladungs-Brief erhalten. Dieser Brief gilt gleich als Überweisung und ermöglicht eine wohnortnahe Untersuchung in dafür qualifizierten Röntgen-Ordinationen oder Instituten.
Frauen im Alter von 40 bis 44 Jahren und von 70 bis 75 Jahren werden nicht aktiv eingeladen, haben aber natürlich die Möglichkeit, am Früherkennungsprogramm teilzunehmen. Frauen mit klinischen Symptomen (z.B.: Entzündung, Knoten…) oder genetischen Vorbelastungen haben über Zuweisung durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt Anspruch auf eine Mammographie außerhalb des Screening-Programms.
Die Erstellung der Mammographie erfolgt durch eine geschulte medizinisch-technische Assistentin oder medizinisch-technische Assistenten. Eine erste Befundung durch die Radiologin oder den Radiologen erfolgt sofort. Ergeben sich durch diese Erstbefundung Unklarheiten (z.B.: durch eine dichte Brust oder sichtbare Veränderungen), dann erfolgt zur weiteren Abklärung ein sofortiger Ultraschall. Damit ist die Untersuchung abgeschlossen. Innerhalb einer Woche erhält die Frau einen schriftlichen Befund sowie die Möglichkeit zur weiteren Information und Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt.
Zur Qualitätssicherung ist zusätzlich eine zweite unabhängige Befundung durch eine weitere Ärztin oder einen weiteren Arzt = Doppelbefundung vorgesehen. Um die Qualität sichern zu können ist auch eine genaue Dokumentation und regelmäßige Evaluation des Programms erforderlich.
Ausbildung und Geräte müssen definierten Qualitätskriterien entsprechen. Die erforderlichen Qualitätsvorgaben gelten auch für durchgeführte Untersuchungen außerhalb des Früherkennungs-Programms (z.B. Vorsorgeuntersuchungen, diagnostische Mammographien). Das vorgesehene Programm bietet damit die Chance zu einer qualitätsgesicherten, verbesserten Diagnostik. (31.05.2011)


