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Ernährungskampagne: Das Gesundheitsministerium zeigt mit einer Print-Kampagne auf, wie durch vergleichsweise einfache Verhaltensänderungen jede und jeder einzelne seine Ernährung nachhaltig verbessern kann.
Wien, 11.09.2009

Schon kleine Änderungen im Essalltag bringen große Gewinne für die Gesundheit. Minister Stöger präsentierte die Sujets am Freitag (11.09.2009) gemeinsam mit den Stars der ORF-Kochsendung "Frisch gekocht", Andreas Wojta und Alexander Fankhauser, besser bekannt als "Andi & Alex".
Link zum Artikel Ernährungskampagne: ERNÄHRUNG KANN WAS - schon kleine Schritte bringen Erfolge

Die Ernährungskampagne soll Lust auf gesundes Essen machen und vermitteln, dass es für Jede und Jeden zu schaffen ist.

Für gesundes Essen bedarf es keine exotischen Produkte oder teure Hilfsmittel. Es bedarf keiner speziellen Diät und es gibt auch keine strengen Verbote.

Es wurden für die Kampagne vier Themen gewählt, wo die Defizite in Österreich groß sind: Obst und Gemüse, Milchprodukte, Alkohol und die „richtige Aufteilung“ am Teller


„Keine Zeit fürs Frühstück, im Büro schnell ein Schokokipferl, mittags eine Wurstsemmel und abends vor dem Fernseher gemütlich ein Sackerl Chips.
So ungefähr sah mein Speiseplan bis vor wenigen Jahren aus. Gedanken über gesundes Essen kamen so selten wie das Christkind. Doch als ich am ersten Geburtstag unseres Buben noch immer nichts anderes als meine Umstandshosen tragen konnte, läuteten die Alarmglocken. Ich wollte Felix eine vitale Mama und kein schlechtes Vorbild sein! Mein Mann Klaus war anfangs skeptisch, als es plötzlich täglich Obst zum Frühstück, abends oft bunte Salate oder Gemüsepizza und vor dem Fernseher Karotten- und Kohlrabistifte statt Chips gab. Mit der Zeit freundete sich auch er mit meinen Gemüsekreationen an, denn sein Bauch wurde wie meiner sichtbar kleiner. Heute fühlen wir uns beide viel wohler als früher.
Unangenehmes Völlegefühl und Verstopfung kenne ich nicht mehr.“



„Milch? Das ist was für Babys. Dachte ich. Wozu soll ich, ein kerngesunder Mann, den weißen Kuhsaft trinken? Im Vorjahr lieferte mein Vater mir einen guten Grund – sein kleiner Sturz über eine Teppichkante hatte böse Folgen: Oberschenkelhalsbruch. Trotz Operation und Reha kann er nicht mehr schmerzfrei gehen. Die Ärzte sagen, die Osteoporose sei schuld. Das gab mir zu denken. Ich will in 25 Jahren auch noch starke Knochen haben. Heute weiß ich, dass Milch viel knochenstärkendes Kalzium enthält. Auch das Argument, die Chinesen trinken keine Milch und haben keine Osteoporose, zählt nicht. Denn Asiaten essen viel kalziumreiches Gemüse und bewegen sich mehr im Freien. Das schützt die Knochen auch. Eigentlich ist es ganz einfach, genug Kalzium zu essen. Zum Frühstück gibt es bei uns nun Müsli mit Joghurt oder Käsebrot. Im Büro trinke ich ein Packerl Buttermilch, weil mir die Fruchtjoghurts zu süß sind.
Und in den tollen Aufläufen von Lisa gibt’s immer wieder warmen Topfen oder eine herrliche Käsekruste.“



„Lisa und ich genießen das Leben. Zu einem schönen Essen gehört für uns ein gutes Glas Wein, zum gemütlichen Abendplausch oft ein Flascherl Bier.
Mit den Jahren machten sich aber erste Speckringe um den Bauch breit. Ein Freund, der super abgenommen hatte, rechnete uns eines Tages vor: Wenn Du an nur 2 Tagen pro Woche auf Deine Flasche Bier verzichtest, spart das im Jahr 22.360 Kalorien! Das sind 3 Kilo auf der Waage.
Seither sind Montag und Dienstag unsere alkoholfreien Tage. Meine leichten Magenschmerzen sind weg und meine alten Lieblingsjeans passen mir auch wieder.“



„Seit Felix’ erstem Geburtstag will Lisa unsere Ernährung umstellen. Kannst Du gerne, sagte ich ihr, aber ohne mich! Mit gesundem Essen kannst Du mich jagen! Erst als ich merkte, dass sie ganz ohne Diät fast nebenbei abnahm, wurde ich neugierig. Heute essen wir beide gar nicht so viel anders als früher – auch nicht weniger. Nur die Relationen am Teller haben sich geändert. Die „Drittel-Lösung“ ist unser Erfolgsgeheimnis. Mein geliebtes Schnitzel ess’ ich nach wie vor. An den großen Gemüsereis dazu habe ich mich schnell gewöhnt. Jetzt ist es auch im Büro für mich ganz normal, zu jeder Schinkensemmel ein paar Tomaten oder Radieschen zu essen.
Schmeckt auch wirklich gut – hätte ich nicht gedacht!“

